AOK 15 - KVA C - KVGr Calais
Die Küstenverteidigungsgruppe Calais erstreckt sich von der Batterie Oldenburg im Osten bis zur Batterie Lindemann im Westen und unfasste neben den beiden großen Batterie noch diverse Artillerie wie auch Küstenverteidigungsstützpunkte und Widerstandsnester. Während die Batterie Lindemann dem Aushub des Kanaltunnels zum Opfer gefallen ist, beeindruckt die Batterie Oldenburg noch heute durch ihr beiden beeindruckenden Geschützpunker.
   
Stp. 18 - Batterie Oldenburg  
Die Batterie Oldenburg war mit zwei 24 cm Mörsern Typ SKL/40 ausgestattet. Rund 400 Meter von der Wasserlinie ragen zwei unterschiedlich gebaute Kasematten aus den Dünen. Im Umland dazu einige Bunker für die Mannschaft und zur Nahverteidigung.  
   
WN 58 - Fanny  
Dieses Widerstandsnest, auch als Bastion V bekannt, war Teil der Festung Calais und bestand überwiegend aus französischen Unterständen, die durch einen Ringstand für einen Panzerturm, sowie durch einen Sockel für eine 5 cm KwK ergänzt wurden.
 
Stp. 75 - Löwe  
Diese Stützpunkt lehnt sich an das Areal von Fort Risban am heutigen Fährhafen von Calais an. In weiten Teilen dem Hafenum- bzw. ausbau zum Opfer gefallen sind heute nur noch wenige Bauwerke erhalten.

Weite Teile des Stützpunktes wurden 2016 durch Bauarbeiten an der Hafenerweiterung zerstört
   
WN 79 - Otter  
Dieser gerade ausserhalb von Calais gelegene Stützpunkt deckte die Straße von Sangatte nach Calais  sowie den davor liegenden flachen Sandstrand. Auffallend am Stützpunkt ist der starke Ausbau mit gedeckten Laufgräben, sowie einem Kommandostand.
Heute sind viele der Anlagen aus Sicherheitsgründen vermauert.
   
Stp. 80 - Pinguin  
Dieser auf dem Gelände des ehemaligen Forts Lapin aus dem Jahre 1846 errichtete Stützpunkt bezog die dort vorhandene Bewaffnung aus Französischen 16,5 cm Geschützen mit ein. Eines der Geschütze wurde in einem Schartenbunker unter gebracht, die weiteren drei Geschütze blieben in offenen Bettungen stehen. Heute ist das Areal dem Verfall preis gegeben. Das alte Fort ist zum Teil eingestürzt. Die Bettungen der Geschütze sind versandet.
   
Stp. 89 - Fulda/Feige  
Dieser Stützpunkt diente dem sicheren abstellen eines der im Raum Calais stationierten Eisenbahngeschütze. Hauptbauwerk ist ein so genannter Dom-Bunker in dem das Geschütz abgestellt wurde. Daneben existieren noch ein Mannschaftsbunker sowie ein Munitionsbunker.
   
WN 92 - Maus  
Dieser Stützpunkt diente zur Deckung eines flachen Dünengürtels zwischen Calais und Sangatte. Ausgestattet war er mit zwei Heeresregelbauten des Typs  612, zwei Gruppenunterständes des Regebautyps 621 und einem Luftwaffenregelbau L 430A Unterstand für eine Flakscheinwerfer.
   
WN 102 - Berlin  
Dieses am östlichen Ortsrand von Sangatte gelegene Wiederstandsnest bestand aus zwei Heeresregelbauten des Typs 612 sowie diversen MG-Nestern, darunter pilzförmigen MG-Bunkern.
   
WN 103 - München  
Dieser vor dem Ort Sangatte gelegene Stützpunkt war unter anderem durch eine MG-Stellungen in einem pilzförmigen MG-Bunker (siehe Bild rechts) gesichert. Hinzu kam ein Ringstand für einen Kampfwagenturm.
   
WN 104 - Stuttgart  
Von diesem in Sangatte gelegene Wiederstandsnest ist heute nicht mehr viel zu erkennen. Lediglich zwei MG Pilze sind erhalten geblieben.
   
WN 105 - Köln  
Diese Widerstandsnest bestand aus einer Kabelschaltstelle (KSS), einen VF Unterstand sowie zwei offenen Bettung am Stand. Heute ist davon nur die KSS erhalten geblieben. Am Stand finden sich zudem nur noch Reste der offenen Bettung.
  
Stp. 106 - Dresden - Batterie M II  
Die Batterie M II westlich von Sangatte war einst mit drei 17 cm Geschützen des Typ SKL/40 ausgestattet. Von diesen waren zwei in Marineregelbauten des Typs M 270 untergebracht. Ein drittes Geschütz befand sich in einer offenen Bettung. Im Juni 1944 wurde die Batterie mit zwei 7,62 Feldgeschützen sowie zwei 7cm Luftabwehrgeschützen (Bofors) ausgestattet. Die Batterie ergab sich am 27. Sep. 1944 canadischen Truppen.
   
Stp. 107 - Neuss - Batterie Lindemann  
Dieser Stützpunkt ist heute weitgehend durch den Aushub des Kanaltunnels verschüttet. Im Rahmen der Bauarbeiten am Tunnel wurde das Areal der Stützpunktes als Deponie für die abgebaute Kreide genutzt. Heute befindet sich über der ehemaligen Batterie Lindemann ein See.
Zu finden sind nur noch der Leitstand wenige Reste der Flakstellung
. Auf dem Hügel oberhalb des Batteriegeländes liegen noch zwei Beobachtungs und Peilstände
   
Stp. 125 - MKB Prinz Heinricht  
Der Stp. 125 ist heute insb. durch die beiden an der D243E3 gelegenen Munitionsbunker gekennzeichnet. Die weiteren Bunker dieses Stützpunkten mit einst zwei 28 cm Geschützen liegen auf dem Gelände zweier Bauernhöfe nördlich der Straße.
   
WN 126 - Bonn  
In diesem Wiederstandsnest waren zwei Messstelle für Heeresküstenbatterien (Heeresregelbauten des Typ 637) erbaut worden. Hinzu kam einer offene Bettung, sowie ein Ringstand, der heute noch in einem sehr guten Zustand, wenn auch voll mit Wasser, erhalten ist.