AOK 15 - KVA C  
Der Küstenverteidigungsabschnitt C erstreckt sich von Calais mit seinen Hafenanlagen entlang der engsten Stelle des Kanals mit seinen Klippen bis zum Hafen von Boulogne. Die Region war schon über die Jahrhunderte stark befestigt wovon die alten Festungen entlang der Küste zeugen. Einige der Anlagen wurden in den Atlantikwall einbezogen. Einige modernere Stellungen der Französischen Armee wurden gar weiter genutzt.
   
KVGr Calais
Die Küstenverteidigungsgruppe Calais erstreckt sich von der Batterie Oldenburg im Osten bis zur Batterie Lindemann im Westen und unfasste neben den beiden großen Batterie noch diverse Artillerie wie auch Küstenverteidigungsstützpunkte und Widerstandsnester. Während die Batterie Lindemann dem Aushub des Kanaltunnels zum Opfer gefallen ist, beeindruckt die Batterie Oldenburg noch heute durch ihr beiden beeindruckenden Geschützbunker.
   
KVGr Wissant
Der Abschnitt der Küstenverteidigungsgruppe Wissant erstreckt sich vom Cap Blance Nez bis zu den Stränden von Wisaant. Das Cap mit den Stützpunt 109 überragte die Landschaft weithin und war daher stark ausgebaut worden. Hier finden sich Artilleriebeobachter ebenso wie Radarstellungen. In Richtung Wissant hin ist die Landschaft durch Dünne geprägt, hier wurden die Widerstandsnester zur Strandverteidigung eingerichtet.
 
KVGr Gris Nez
Der Bereich der Küstenverteidigungsgruppe Gris Nez benannt nach dem Cap Gris Nez schließt sich Westlich an den Abschnitt Wissant an und ist durch die große Batterien Tümmler (MKB Großer Kurfürst) und Saitenspiel (Batterie Todt) geprägt. Während Erstere komplett gesprengt ist hat die Batterie Todt die letzten 70 Jahr gut überstanden und ist heute zum Teil als Museum, zum Teil von Aussen über eine Wanderweg zu erreichen.
Gepärgt ist dieser Bereich jedoch auch durch eine Vielzahl von Stützpunkten und Widerstandsnestern mit ausgefallenen Sonderkonstruktionen.

   
KVGr Boulogne
Der  Abschnitt der Küstenverteidigungsgruppe Boulogne umfasst die Anlagen nördlich der Stadt, sowie zahlreiche Stützpunkte im Landesinneren. Neben der Batterie Friedrich August mit ihren drei 30,5 cm Geschützen war in diesem Bereich zudem eine Langstrecken Eisenbahngeschütz stationiert, dessen Bunker noch heute erhalten ist.
   
Festung Boulogne
Das Gebiet der Festung Boulogne umfasst das Stadtgebiet, sowie die Vororte der Stadt und erstreckt sich vom ehemaligen Fort de la Creche im Norden bis zum Fort d'Alprech im Süden. Mit zahlreichen Stützpunkten wurde die Stadt sowohl von der Seeseite her, als auch von Land aus geschützt. Dabei wurden mit den Stützpunkten Arnika (Fort de la Creche), Seerose (Batterie de Mont de Couppes) und Pantoffelblume (Fort d'Alprech die drei früheren Festungen in die Küstenveteidigung integriert.