AOK 15 - KVA C - KVGr Festung Boulogne  
Das Gebiet der Festung Boulogne umfasst das Stadtgebiet, sowie die Vororte der Stadt und erstreckt sich vom ehemaligen Fort de la Creche im Norden bis zum Fort d'Alprech im Süden. Mit zahlreichen Stützpunkten wurde die Stadt sowohl von der Seeseite her, als auch von Land aus geschützt. Dabei wurden mit den Stützpunkten Arnika (Fort de la Creche), Seerose (Batterie de Mont de Couppes) und Pantoffelblume (Fort d'Alprech die drei früheren Festungen in die Küstenveteidigung integriert.
   
Stp. 221 - Arnika (MKB La Crech I + II)  
Der Stützpunkt Arnika besteht im Grunde aus aus vier Bereichen.
Der 19,4 cm Geschützbatterie auf dem Gelände des ehemaligen Fort de la Creche.
Der Marine Küsten Artillerie in Regelbauten des Typs 671.
Der Flakbatterie mit zwei 9,4 cm Vickers Flak.
Der flankierend aufgestellten Strandverteidigung.
 

   
WN 222 - Strandnelke  
Das Widerstandsnest 222 mit dem Decknamen Strandnelke bestand aus zwei Beobachtungsständen sowie einer offenen Bettung. Die Bauwerke sind nach mehr als 70 JAhre von den Kippen auf den Strand gestürzt.
 
Stp. 224 - Strandhafer
Der Stützpunkt 224, Deckname Strandhafen betsnad einst aus einem Luftwaffenregelbau L 412A (Unterstand für Befehlsstelle einer Flakbatterie), einem Luftwaffenregelbau L 411A (Unterstand für Flakscheinwerfer 60 cm) der auf dem Bild rechts zu sehen ist, sowie zwei Lauftwaffenregelbauten des Typ L 409 (Geschützstand für 3.7 cm Flak).
   
Stp. 229 - Stechpalme (Molenkopf) 9
Am Ende der langen Hafenmole von Boulogne wurde der Stützpunkte 229 mit dem Decknamen Stechpalme errichtet. Der gesamte Molenkopf wurd überbaut und bit Unterstände, Geschützstellungen und Beobnachtungsposten.
   
Stp. 232 - Seerose (MKB Le Portel)  
Der Stützpunkt Seerose liegt auf dem Gelände eines ehemals französischen Forts (Batterie de Mont de Couppes). Auffallend ist der als Sonderkonstruktion ausgeführt Feuerleitstand der Batterie der heute von den Klippen gestürzt oberhalb des Strandes liegt. Die Batterie selbst verfügte über zwei Marinergebelbauten des Typs M 270. Der Stütpunkt war ausergewöhnlich stark verteidigt. Sowohl auf der Land, wie auf de Seeseite befanden sich je ein Heeresregelbau des Typs 105b der die Annäherungsbereiche flankierend mit MG beschtreichen konnte. Im Süden des Stützpunktes befanden sich zwei weitere MG Schartenstände des Heeresregelbautyps 630. Ist Annäherung aus Nordosten deckt ein weiterer Regelbau des Typs 630. Im Norwesten stand zur Deckung des Strandes ein weitere Regelbau des TYps 631 (Stand für 4,7 cm Festungspack). Der Vorderhang zum Strand war zudem durch eine den Regebau 631 deckende Sonderkonstruktion für MG sowie zwei Ringstände für MG gesichert. Im Süden stand zudem noch ein Geschützunterstellraum des Typs 604 zur Verfügung.
   
Stp. 258 - Pantoffelblume  
Stp. 258 mit dem Codename Pantoffelblume befand sich innerhalb und südlich an das alte Fort d'Alprech anschließend. Auf dem Gelände des heutigen Leuchturms befinden sich ebenso Bunker wie auf dem Fort Gelände selbst. Darunter ein großer Kommandostand in SK Ausführung. Ein interessantes Detail stellte der Sockel eines Würzburg Riese Funkmessgerätes dar, den auf der Basis des historischen Leuchtturms errichtet worden war. Leider ist dieser Zwischenzeitlich von den Klippen gestürzt, so dass nur noch historische Aufnahmen davon existieren. Ebenso eine Besonderheut stellt der Generatorenunterstand für das zweite Würzburg Riese Gerät in der Contrescarpe des Fort Alprech dar.
   
Stp. 259 - Pechnelke (MKB Flugplatz)  
Der Stützpunkt Pechnelke verfügte über vier Geschützen in Heeresregelbauten des Typs 671. In zweiter Reihe befanden sich zahlreiche Vf Bauten, die zum Teil heute verschüttet sind oder von einem Landwirt genutzt werden. Die Bunker sind zwar weithin sichtbar, liegen jedoch auf Privatgrund und sind daher nicht einfach zu besichtigen.
   
Stp. 262 - Nessel  
Der Stützpunkt 262 Nessel besteht aus zwei Teilbereichen. Der an der Küsten gelegenen Flak Batterie mit ihren sechs Luftwaffenregelbauten des Typs L 401A Unterstand mit Bettung für 8,8 cm Flak, den drei L 407 (Munitionsbunker)  und dem L 404 Befehlsstand für schwere Flak, sowie einem L 405A (Unterstand für ein Funkmessgerät)
Der etwas abgesetzte Teil des Stützpunktes beherbergte dagegen einen Marineregelbau V 143 (Bunker für eine Mammut Funkmessgerät) sowie zwei Heeresregelbauten des Tps 622 (Doppelgruppenunterstand)
Das GElände der Flak Batterie wird heute als Trainingsgelände für Enduro Motorräder genutzt.
   
WN 263 - Malve  
Dieses Wiederstandsnest deckte einen kleinen Strandzugang südlich von Stp. 262 Nessel. Neben dem rechts zu sehenden Heeresregelbau des Typs 622 befand sich ein weiterer solcher Regelbau, ein Heeresregelbau des Typ 134 sowie ein Regelbau Vf6b sowie zahlreiche feldmässige Bauten in diesem Stützpunkt.
   
Stp. 265 - Lungenkraut  
Diese einmalige Anlage in einer heute stillgelegten Sandgrube grenzt heute unmittelbar an die Umgehungsstraße um Equihen und diente einst als Funkpeilstelle und besteht aus einer in Reihe stehenden Bunkern, die die riesige Antenne trugen. Die zweite Anlage des Typs (Eika II) steht bei St. Piere Eglise auf der Halbinsel Cotentin.
   
Stp. 267 - Löwenzahn  
Südlich von Equihen-Plage am Rande eines Neubaugebieten liegt der ehemaligen Stützpunkt Löwenzahn. Einst ausgestattet mit drei VF2a und zwei  Vf3 ist heute nicht mehr viel auf den Weiden sichtbar.
   
Stp. 274 - Kornblume  
Oberhalb des Strandes südlich von Equihen-Plage liegen die Überreste des Stp. 274 Kornblume. Einst bestand der Stützpunkt aus zwei Schartenständen des Typs 612, einem für das Pas de Calais typischen Schnabelstand, sowie eine VF Unterstand. Heute ist das Areal weitgehend mit dornigen Gestrüpp überwuchert um fast unzugänglich.